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30.09.2010
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0. Zurück Die Firma Qool Labs hat mit dem Qool QDA-700 ihr erstes PalmOS-Smartphone auch in Deutschland auf den Markt gebracht. Zur Zeit noch als englisch/chinesische Version (auf CD-ROM dabei) soll es ab Ende März 2005 auch eine mehrsprachige Version inklusive deutsch geben. Im Lieferumfang des 200Mhz schnellen PalmOS 5.3-Smartphones sind neben dem 1000mAh-Akku eine Kurzanleitung, eine CD-ROM, das USB-Synckabel, ein Netzteil, verschiedene Steckeradapter für das Netzteil, eine mobile Freisprecheinrichtung und eine Gürteltasche enthalten. Das Tri-Band Smartphone macht einen stabilen und gut verarbeiteten Eindruck. Auf der Frontseite befindet sich ein aufklappbarer Bildschirmschutz in den auch der Telefonlautsprecher eingelassen ist. Im aufgeklappten Zustand entsteht ein kleiner Winkel so das man beim Telefonieren nicht mit der Wange an den Bildschirm kommt und evtl. Fehleingaben verhindert werden. Die Klappe kann man leicht durch zwei Aussparungen an den Seiten hochklappen oder noch einfacher durch den oberhalb der Klappe befindlichen silbernen Knopf. Da kommt ein bißchen Enterprise-Feeling auf wenn das Gehäuse nach einem Daumendruck aufklappt. In der Klappe ist ein Sichtfenster eingelassen durch das man im zusammengeklappten Zustand eine Uhr, die Lautstärkeeinstellung oder die Rufnummer des Anrufers sehen kann. Unterhalb der Klappe befinden sich 4 Knöpfe und ein Navigationsstick, die beleuchtet werden. Den beiden äußeren Knöpfe werden über die Software applikationsabhängig Funktionen zugeordnet und die beiden inneren sind mit einem grünen und einem roten Hörer für das Gesprächsmanagement. Der Navigationsstick ist ein kleiner Joystick, der sich in 4 Richtungen bewegen und zur Bestätigung eindrücken lässt. Dadurch ist, sofern die Software es unterstützt, eine Einhand-Bedienung möglich. Der optisch um den Navigationsstick abgesetzte Ring ist ohne Funktion. Der Stick selber ist gerade im Gehäuse und ragt durch die abgeschrägte Form des Gehäuses unterschiedlich hoch heraus. Dadurch ist die Bedienung nicht ganz optimal und man muss die "Nach-Unten"-Richtung etwas üben bevor sie flüssig bedienbar ist.
Vorne unterhalb des Auflegen-Knopfes findet sich das Loch mit dem Mikrofon dahinter. Das OS 5.3-Gerät ist mit 16 MB RAM (ca. 11 MB nutzbar) und einem internen Speicherbereich von 16,9MB ausgestattet, der als Speicherkarte ansprechbar ist. Durch den internen Kartenslot kann das Smartphone mit SD-Karten erweitert werden.
Der Farb-Bildschirm hat eine etwas für PalmOS-Geräte ungewöhnliche Auflösung von 240x320, was sich in der Praxis teilweise etwas komisch darstellt, da die Vergrößerung von 1,5 mal zu Verschiebungen/Ungleichmäßigkeiten bei der Anzeige von Grafiken führen kann.
Das Display hat einen virtuellen Graffiti-Bereich und unterstützt Graffiti 2 auch mit dem Schreiben auf dem ganzen Bildschirm.
Die Softwareausstattung ist recht umfangreich. Neben den Standardapplikationen Adressen, Kalender, Aufgaben und Merkzettel gibt es viel Software überwiegend von PiTech.
Als Standardapplikationslauncher ist nicht der PalmOS-eigene als Standard eingestellt sondern der PiLauncher II, der über den Navigationsstick einhändig zu bedienen ist.
Die Standardapplikation Notepad (handschriftliche Notizen) wurde durch PiNote ersetzt, das einige Funktionen mehr zur Bearbeitung der Notizen bietet.
Zum einfacheren Dateihandling ist der FileMover, ein Dateimanager im ROM des QDA-700. Einfache Dateioperationen wie Umbenennen, Löschen und Kopieren sind damit möglich. Leider nicht das Kopieren von Dateien zwischen der internen Speicherkarte und eine SD-Karte, da der Kopiervorgang nur zwischen dem RAM und einer Speicherkarte möglich ist. Für kleine Palmeigene Datenbanken und Programme geht das, wenn aber eine MP3-Datei oder ein Bild oder Video kopiert werden soll, muss man sich Hilfe von einem anderen Dateimanager (z.B. Filez, FileProg) holen.
Eine tolle Sache, die meiner Meinung nach bei keinem Smartphone fehlen sollte ist das mitgelieferte Backup-Programm. PiBackup sichert das komplette RAM auf die interne Speicherkarte oder eine SD-Karte. Gerade unterwegs kann es trotz des nichtflüchtigen Speichers nötig sein auf ein Backup zurückzugreifen. Die Sicherungen können automatisch im Zeitintervall erfolgen. Im Test klappte die Sicherung und das Rückspielen einwandfrei.
Die eingebaute 1,3 Megapixel Kamera ist durch die mitgelieferte Software als Foto- und Videokamera nutzbar. Der Sucher reagiert schnell und die gemachten Fotos zeigen eine gute Qualität im Vergleich zu anderen Handy- und Smartphone-Kameras. Die Fotos können auf der Speicherkarte abgelegt, z.B. per MMs oder Mail verschickt werden und Kontakten zugeordnet werden. Neben der Anzeige in den Kontakten werden die Fotos dann bei Anrufen neben der Nummer oder dem Namen angezeigt.
Ein weiteres Programm hilft bei der Erstellung eigener Bilder um diese z.B. per MMS verschicken zu können. Ein MP3-Abspielprogramm und ein Programm um Diktate aufzunehmen runden den Multimediabereich ab.
Der PiLauncher steht automatisch auf der Telefonapplikation. Diese ist einhändig ohne Stylus bedienbar. So wechselt man über den Navigationsstick in Anruferlisten, wählt Nummern aus den Kontakten oder die Tagesübersicht in der u.a. die Anzahl der Termine, Aufgaben, Mails, SMS und MMS aufgelistet sind. Die Sprachqualität ist gut, wenn auch der Klang ein bißchen dünn ist, etwas mehr Bass hätte da nicht geschadet. Für die "stumme" Kommunikation sind MMS und SMS (ohne Umlauteproblem) dabei. Aber auch ein neuer Webbrowser von PalmSource und ein WAP-Browser, der auch WAP 2.0 unterstützt sind mit im ROM. Das Mailprogramm von PalmSource nicht zu vergessen, was stark an VersaMail oder seinen Vorgänger MultiMail erinnert. Es werden mehrere POP3 und IMAP-Konten auch mit SSL unterstützt. Mit einer automatischen Abfrage kann man sich immer auf dem laufenden halten und mit der Filterfunktion lassen sich die Mails direkt richtig sortieren.
4 Spiele von Astraware, eine Weltzeituhr und der Palmreader sind mit im ROM bzw. auf der internen Speicherkarte vorhanden. Mit dem stabilen und gut verarbeiteten Gerät und dem umfangreichen Hard- und Softwarepaket bietet das QDA-700 ein "fast"-Rundum-Paket an. Neben den GSL-Smartphones, die in erster Linie PalmOS-Smartphones in Klein-Handy-Größe bringen und der Treo-Serie, die überwiegend Tastaturbasiert arbeiten, bietet das QDA-700 eine weitere Schiene an, die sich anzuschauen und auszuprobieren lohnt. Vielen Dank an die Firma PalmAndMore für das bereitgestellte Testexemplar. Update 11.07.2005: Wir hatten Gelegenheit das QDA-700 nochmal mit einer aktuelleren ROM-Version und in einer deutschen Version zu testen. Die neue ROM-Version aktualisiert das PalmOS nun auf Version 5.4, was einen etwas schnelleren Eindruck machte als die 5.3-Version. Im Gegensatz zu anderen PalmOS-Geräten handelt es sich bei der deutschen Version allerdings nicht um eine multilinguale OS-Version, es wird vielmehr die deutsche Sprache mittels PiLoc eingespielt. Das ist recht gut gelungen, da nicht nur die PalmOS Standardapplikationen, sondern auch z.B. die QDA-700 spezifischen Applikationen, wie das Telefon übersetzt werden. Leider bleiben allerdings Documents To Go und die Spiele außen vor. An manchen Stellen sind auch die Abkürzungen auf den ersten Blick etwas unglücklich gewählt, das liegt aber an dem zur Verfügung stehenden Platz, denn die Größe der Bildschirmelemente und Menüs werden durch PiLoc nicht angepasst, so das Begriffe nur die gleiche Länge haben können wie im Englischen. Da passt die Übersetzung ins Deutsche nicht immer. Nachteil dieser Lösung ist auch das deutsch erstmal installiert werden muss und auch nach einem Hardreset erst nachträglich installiert und aktiviert werden kann. Alles in allem aber eine durchaus brauchbare Lösung für Nutzer, die Probleme mit der englischen Sprache haben. Thomas (Toem) Dornscheidt 0. Zurück |